Fuji Instax Mini 70

Design und Verarbeitung

Die kleine Kamera macht einen flotten Eindruck. Obwohl sie fast ausschließlich aus Kunststoff besteht, wirkt sie nicht billig. Die poppigen Farben tun ihr Übriges. Einzig die Batterieabdeckung, die gleichzeitig Haltegriff ist, macht einen recht wackligen Eindruck.

Die Instax Mini 70 hat ein Objektiv mit einer Lichtstärke von 12,7 und die Kamera ist auf eine Filmempfindlichkeit von 800 ASA eingestellt. Die Naheinstellgrenze ist 30 cm. Die Brenn- weite wird mit 60mm angegeben.

Bedienung

Die Bedienung ist simpel. Eigentlich braucht es keine Gebrauchsanleitung. Die Kamera erklärt sich von selbst. Batterien einlegen, Film einlegen und los geht es. Nachdem der Startknopf gedrückt wurde ist sie aktiviert. Es stehen verschiedene Modi zur Verfügung. Selfiemodus, Makro, Blitz an, Landschaft, Hi-Key, Selbstauslöser und Automatik. Mit Modus “Blitz” kann man zwar das Blitzen erzwingen, aber nicht abschalten, das obliegt der Automatik, was etwas schade ist. Der sogenannte Hi-Key Modus macht hellere Fotos, etwas 1–2 Blenden überbelichtet. Für Selfies befindet sich vorne der Kamera an kleiner Spiegel.

Der Blick durch den Echtbildsucher Sucher, der seltsamerweise rechts an der Kamera sitzt, ist relativ  gut, aber ungewohnt von der Position.

Um ein normales Foto zu erhalten, muss die Kamera so gehalten werden , dass der Batteriegriff in der rechten Hand liegt. Das ergibt die typischen Fuji Instax Fotos im Hochformat.  Für das Querformat muss man die Kamera drehen. Aber das eigentliche Format der Kamera ist das Hochformat, das signalisiert schon der untere breitere Bildrand.

Das Aufhellblitzen bei genügend Umgebungslicht führt die Kamera selbstständig aus, mit recht gutem Ergebnis.

Nett ist, dass Fuji der Kamera ein Stativgewinde spendiert hat. Die Sache mit den seltenen Batterien relativiert sich etwas, wenn man liest, dass diese für 40 Filme halten sollen (Angabe Fuji). Ausserdem gibt es die CR2 Batterien für 5 Euro für 2 Stück im Internet.

Bildqualität

Das Bild kommt nach der Belichtung schnell aus der Kamera. Zum Entwickeln braucht es nur wenige Minuten (Fuji gibt an: 90 Sekunden). Das Material erweist sich dabei als recht unempfindlich bei der Entwicklung gegen zusätzliches Tageslicht. Damit ist es nicht so lichtempfindlich wie die Impossible Filme für Polaroidkameras.

Die Farben sind relativ kräftig ohne übertrieben zu wirken. Die Bildschärfe ist sofortbildtypisch bescheiden. Aber bedingt durch das kleine Bildformat fällt das auch nicht so auf. Klar macht jedes, selbst zweitklassige, Handy bessere Fotos. Aber das kann ja jeder! Ausserdem muss man hier wirklich mal ein Statement für Fuji abgeben. Fujis Forschungsabteilung hat ganze Arbeit geleistet! Mit einer Fuji-Sofortbildkamera wird aus den allermeisten Fotos etwas, keine Schlieren von falsch verteiltem Entwickler oder grobe Fehlbelichtungen, wie man es leider manchmal bei gebrauchten Polaroidkameras antrifft.

Fazit

Eine kleine gelungene, dazu preiswerte Kamera, ein toller Partyspaß für Jung und Alt. Ambitioniertere Fotografen greifen lieber zur Fuji Instax Mini 90 oder zur Instax Wide, dort lässt sich der interne Blitz manuell abstellen und es gibt gibt noch weitere Einstellmöglichkeiten. 

Vorteile
♦  Kleine und schicke Kamera, handtaschenkompatibel
♦  Preis pro Foto mit 85–95 Cent akzeptabel
♦  Bildqualität für Sofortbild gut
♦  Kamera mit ca 110 Euro recht preiswert
♦  Unkomplizierte Bedienung
Nachteile
♦ Foto nur  Scheckkartengröße
♦ Blitz lässt sich nicht manuell abschalten
♦ Seltene Lithium Batterien CR2 werden verwendet

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